Pia Profil

In meiner neuen Kolumne erzähle ich aus meinem Alltag und schildere meine Sicht auf die Dinge…

Ich hab´s gern ordentlich und sauber. Folglich muss ich mindestens einmal pro Woche die komplette Wohnung aufräumen und saubermachen. Mein Freund, der mit mir hier wohnt, sagt immer: „Es ist doch noch gar nicht dreckig – Das hält noch ne Woche!“ Neeee, stimmt nicht! Naja, meistens kommt es dann samstags beim Frühstück so, dass ich ihm alles aufzähle, was GANZ DRINGEND gemacht werden muss und ihn so versuche zum Mitputzen zu animieren… Ich gebe zu, das ist vielleicht nicht die beste Methode. Egal. Letzten Samstag liegt das IPad mit auf dem Frühstückstisch und als ich wieder von meinen Putzwüten anfange, greift mein Freund das Tablet und sagt: „Siri, Pia sagt wir müssen putzen!“

Ich bin echt gespannt, wie Siri wohl die ganze Sache einschätzt… „Es sieht schon etwas staubig aus hier!“, sagt Siri mit ihrer sterilen Stimme. Haha, herrlich!! Natürlich müssen wir Frauen zusammenhalten!Wir lachen beide, aber Lust auf Putzen habe ich plötzlich auch nicht mehr: „Heute lassen wir den Haushalt Haushalt sein!“, sage ich, bevor ich mein Frühstücksei aufschlage… Mist, viel zu flüssig!

Meine Lieblingsmahlzeit ist das Frühstück, da ist nichts dran zu Rütteln! Unter der Woche mache ich mir morgens im Büro ein leckeres Müsli – wahlweise mit Milch oder Jogurt, Haferflocken, Honig, Zimt, verschiedenen Nuss- und Obstsorten, Leinsamen und wenn ich´s wirklich wissen will sogar mit getrockneten Cranberries oder Goji Beeren (die sollen ja so schön machen).Am Wochenende gibt’s dann das klassische Frühstück mit frischen Brötchen, Aufschnitt, Obst Smoothie, … und eben einem Frühstücksei.

Und das soll mir heute verwehrt bleiben, weil es zu flüssig ist!? Nee, nee, nee… Und so schlage ich vor, die Eier noch mal kurz in die Mikrowelle zu legen. „Manchmal hast du ja wirklich gute Ideen!“, sagt mein Freund und übernimmt den Eier-in-die-Mikrowelle-packen-Job.  Bereits als er aus der Küche zurück ins Wohnzimmer kommt, gibt es einen mega lauten Knall! Er rennt zurück in die Küche: „Ach du Scheiße, dass eine Ei ist explodiert!!“ Ungläubig begutachten wir die völlig eingesaute Mikrowelle – vom explodierten Ei ist nix mehr übrig!

Das zweite Ei ist hingegen noch ganz. Das Hütchen hatte einer von uns zuvor bereits gekappt, trotzdem war das Eiweiß nach oben hin stark gewölbt. Wir setzen uns zurück an den Frühstückstisch und ich überlasse meinem Freund das heile Ei – es war ja schließlich meine glorreiche Idee, die Dinger in der Mikrowelle nachzugaren. Argwöhnisch begucken wir das Ei. Als mein Freund es mit dem Eierlöffel berührt, sagt er noch: „Boa, dass ist irgendwie steinhart!“ Im nächsten Moment durchdringt er mit dem Löffel das Eiweiß und es macht BOOM! Das Ei ist gerade mal 20 Zentimeter vor seinem Gesicht explodiert. Leute, es ist wirklich explodiert!! Wie im Film.

Ich bin fassungslos…Überall klebt Ei – In seinen Haaren, auf seiner Brille, auf dem Tisch, im Kaffee, ja sogar am Fenster und an der Decke…  bis aufs Sofa, was ungefähr zwei Meter von unserem Esstisch entfernt steht, sind „Splitter“ der Eierbombe geflogen – und es stinktunfassbar ekelhaft! Irgendwie verbrannt und irgendwie chemisch… widerlich!! Nach einem kurzen Schockmoment gucken wir uns beide an – und lachen uns tot!Und dann sagt mein Freund: „Naja, jetzt sieht´s schon so aus, als müssten wir putzen!?

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